Die Bahn kommt…

…war, wenn ich mich nicht irre, mal ein Werbeslogan. Der ist nicht schlecht. Er besagt nicht, ob sie, die Bahn, ankommt, pünktlich oder gar nicht kommt. Es ist alles offen.

Kürzlich dachte ich an die armen Menschen im Stuttgarter Kessel und ihr Problem mit dem Feinstaub. Ich beschloss, mit der Bahn zu einem Interviewtermin zu fahren. Ja, das war wagemutig, denn aus unserem Landkreis heraus- und in die weite Welt hineinzukommen, ist eine Frage von viel Glück. Manchmal vertrödelt der Regionalexpress auf dem Weg nach Ulm so viel Zeit, dass man vom Anschlusszug nicht mal mehr die Schlusslichter sieht, manchmal fällt der Zug nach Aalen einfach aus.

Diesmal kam ich pünktlich nach Aalen. Bloß erfuhr ich dort (und nicht etwa über den aktivierten Verspätungsalarm), dass der Anschluss nach Stuttgart ausgefallen war. Eine halbe Stunde später sollte ein Intercity fahren. Alles in allem wäre ich etwa 45 Minuten zu spät gekommen. Also rasch angerufen, niemanden erreicht. Dann per Mail informiert. Im IC dann tröpfelte die Mail herein, dass eine Terminverschiebung leider nicht möglich sei.

Im letzten Moment sprang ich in Schwäbisch Gmünd aus dem Zug und wartete erneut eine halbe Stunde auf den Zug zurück nach Aalen. Kein großer Bahnhof, auch kein schöner. Und verdammt zugig.

Kurz gesagt: ich war fast vier Stunden unterwegs, hatte nichts auf Band und holte das Interview später per Telefon nach. Und zum Termin am nächsten Tag fuhr ich mit dem Auto. Man will ja auch mal pünktlich kommen. Die Bahn kommt … in der Provinz an das Auto leider nicht heran. Das ist schade.

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