Schade eigentlich

Kennen Sie diesen Moment, wenn einem das leckere Frühstück gleich wieder aus dem Gesicht fallen möchte? Ja? Ich auch. Erst heute hatte ich wieder so einen.

Rückblende: Vergangenes Jahr verwandte ich einige Zeit darauf, eine hübsche, kleine Kolumne zu entwickeln. Am Ende fand sogar ich, dass Entwurf und Exposé gelungen waren – und ich bin mir gegenüber ein sehr harter Kritiker. Ich schickte in den folgenden Wochen das Exposé an diverse Verlage, nachdem ich geprüft hatte, ob sie schon etwas ähnliches hatten oder ob es überhaupt zu ihnen passte.

Es geschah, was eben passieren kann: Ich bekam Absagen. Manche sehr freundlich und wertschätzend. Andere einzeilig. In einem süddeutschen Verlag aus dem genau so ein bratziger Einzeiler gekommen war, erschien nun online eine neue Kolumne, die fast genau der Idee entsprach, die ich damals vorgeschlagen hatte. Okay, die Kolumne hat eine Lebenssituation zum Thema, die mal vorkommen kann. Aber einen etwas merkwürdigen Geruch meinte ich wahrzunehmen, und zwar nicht vom Käse auf dem Frühstücksbrötchen.

Nun will ich gar keinen Ideenklau unterstellen, schließlich gilt auch für Redaktionen die Unschuldsvermutung. Ich tröste mich damit, dass der Autor eher langatmig schreibt. Sorry, aber manchmal ist ein Hauch Arroganz auch tröstlich. Wer sich für meine Idee interessiert, schreibt eine kurze Mail hierhin.

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